arbeitssicherheit-fuer-unternehmens

Arbeitssicherheit

Die Arbeitssicherheit ist heutzutage eine absolute Priorität.
Dafür ist es notwendig, dass jegliche Gefahren und Gefährdungen in Arbeitsstätten beseitigt oder auf ein Minimum reduziert und auf diese Weise Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten vermieden werden. Wir unterstützen Sie dabei, die gesetzlichen Anforderungen im Rahmen der Arbeitssicherheit zu erfüllen. Unsere individuellen Full-Service-Lösungen werden Sie begeistern.

Sicherheitstechnische Betreuung
Individuelle Gefährdungsbeurteilung
Kompetente Sicherheitsingenieure
Nach den Vorgaben Ihrer Berufsgenossenschaft

Das Wichtigste zu der Arbeitssicherheit auf einen Blick

Als Unternehmen sind Sie gemäß deutschem Recht verpflichtet, für optimale Arbeitssicherheit in Ihrer Organisation zu sorgen. Die Regeln gemäß des deutschen Arbeitsschutzgesetzes sind klar: § 1 ArbSchG besagt, dass Sie für die Sicherheit und Gesundheit Ihrer Mitarbeiter während der Arbeitszeit verantwortlich sind. Sie müssen daher folgende Maßnahmen einhalten:

Gefährdungsbeurteilung

Alle Arbeitsstätten, unabhängig von ihrer Größe, sind verpflichtet, die strengen Bedingungen der Arbeitssicherheit zu erfüllen. Schon ab dem ersten Mitarbeiter muss eine Beurteilung erfolgen. Dazu gehört auch ein Gefahrstoffkataster, das eine Auflistung der Gefahrstoffe in der Organisation darstellt

ASA-Sitzungen

Jede Organisation ab 20 Mitarbeitern muss gemäß § 11 des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG) einen Arbeitsschutzausschuss (oder ASA) gründen. Der ASA besteht aus dem Geschäftsführer, eventuell dem Betriebsrat, Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit

Fachkraft für Arbeitssicherheit

Die Ernennung von Fachkräften für Arbeitssicherheit (FaSi) ist in der DGUV Vorschrift 2 festgelegt und ein sehr wichtiger Teil innerhalb der Gewährleistung der Sicherheit am Arbeitsplatz. Es handelt sich hierbei um eine speziell ausgebildete Person, die gemeinsam mit einem Betriebsarzt das Unternehmen bei der Arbeitssicherheit berät und unterstützt

Gefährdungsbeurteilung

Als Unternehmer sind Sie verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung als Analyse der Gefährdungssituation in Ihrer Organisation durchzuführen, um so Ihre Mitarbeiter bestmöglich zu schützen. Das ist im Arbeitsschutzgesetz festgelegt. Das Resultat dieser sicherheitstechnisch wichtigen betrieblichen Beurteilung ist als Grundlage für jegliche Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz zu betrachten.
Die Beurteilung ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeitssicherheit. Sie dient als konkrete Analyse der potenziellen Gefahren, die im Unternehmen als Ganzes und an jedem einzelnen Arbeitsplatz entstehen können. Damit die Sicherheit der Mitarbeiter gewährleistet werden kann, ist die Gefährdungsbeurteilung ein unabdingbares Instrument und soll Risiken minimieren.
Die Risiken unterscheiden sich in jeder Arbeitsstätte. In der Praxis existiert dennoch eine allgemeine Darstellung potenzieller Gefährdungen:

  • Gestaltung des Arbeitsplatzes
  • (biologische) Gefahrstoffe
  • Arbeitsmittel (Maschinen, Werkzeuge, technische Instrumente usw.)
  • Arbeitsprozesse
  • Nicht ausreichende Anweisungen
  • Psychische Belastung der Mitarbeiter

    Erst seit 2013 wird die psychische Belastung der Mitarbeiter berücksichtigt, davor konzentrierte man sich nur auf die physischen. Hierbei geht es nicht um die Prüfung, des psychischen Gesundheitszustandes der Mitarbeiter, sondern nur um die Analyse der Arbeitsbedingungen und ob jene zu psychischen Problemen führen können.
    Teil der Beurteilung ist auch die Erstellung eines Gefahrstoffkatasters. Gemäß der Gefahrstoff-Verordnung ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, ein Verzeichnis über alle vorkommenden Gefahrstoffe bzw. gefährliche Produkte zu führen. Ausgenommen sind Gefahrstoffe, die aufgrund ihrer gefährlichen Eigenschaften oder ihrer Menge, keine Gefahr für Mitarbeiter darstellen.
    Das Verzeichnis muss diese Angaben beinhalten: Bezeichnung des Gefahrstoffes, Einstufung des Gefahrstoffes oder Angabe der gefährlichen Eigenschaften, Mengenbereiche des Gefahrstoffes in der Arbeitsstätte; Arbeitsbereiche, in denen mit dem Gefahrstoff umgegangen wird.

ASA-Sitzungen

Jeder deutsche Betrieb mit über 20 Beschäftigten muss einen Arbeitsschutzausschuss (ASA) gründen. Dieser hat die Aufgabe, über den Arbeits- und Gesundheitsschutz und die Unfallverhütung im Betrieb zu beraten. Der ASA setzt sich aus dem Arbeitgeber oder einem von ihm beauftragten Vertreter der Geschäftsführung, zwei vom Betriebsrat zu bestimmenden Mitgliedern, dem Betriebsarzt, der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Sicherheitsbeauftragten zusammen. In manchen Betrieben ist es üblich, dass weitere Funktionsträger an den ASA-Sitzungen teilnehmen und unterstützen, darunter der Schwerbehindertenbeauftragte, Suchtbeauftragte, QM-Beauftragte, Hygienefachkräfte oder der Brandschutzbeauftragte.

§ 11 ASiG legt fest, dass die ASA-Sitzungen mindestens einmal im Quartal stattfinden müssen. Diese Regelmäßigkeit soll sicherstellen, dass sich die im Arbeitsschutz involvierten Mitarbeiter beraten und organisieren können. Wichtigstes Ziel dieser Sitzungen ist der ungestörte Ablauf im Betrieb. Aus diesem Grund beraten auch Vertreter aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen innerhalb der Sitzung.

Betriebsanweisung

Bei der Betriebsanweisung handelt es sich um schriftliche Informationen gerichtet an die Mitarbeiter über Gefährdungen und Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz. So werden die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung übersichtlich aufbereitet. Das Ziel der Betriebsanweisung ist, Unfälle bei der Verwendung von Arbeitsmitteln oder Stoffen zu minimieren. Wenn Arbeitgeber keine Betriebsanweisungen erstellen, kann das zu Strafzahlungen führen.

Betriebsanweisungen müssen sich an den individuellen Arbeitsplätzen orientieren und sollen alle Informationen enthalten, damit Beschäftigte Risiken abwenden können. Wichtige Quellen für Betriebsanweisungen sind die Gefährdungsbeurteilung, die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften, wie auch Herstellerangaben in Betriebsanleitungen und Sicherheitsdatenblättern. Eine Betriebsanweisung soll folgende Informationen enthalten:

  • Anwendungsbereich
  • Gefahren: Mensch und Umwelt
  • Schutzmaßnahmen/Verhaltensregeln
  • Verhalten in Störungsfällen
  • Erste Hilfe, Verhalten bei Unfällen, Notrufnummern
  • sachgerechte Entsorgung/Instandhaltung
  • Folgen bei Nichtbeachtung

Fachkraft für Arbeitssicherheit

Das Arbeitssicherheitsgesetz in Deutschland legt fest, dass alle Arbeitgeber mindestens eine Fachkraft für Arbeitssicherheit (auch Sicherheitsfachkraft oder Sifa) bestellen müssen. Dafür ist auch die Zustimmung des Betriebsrats notwendig. Wenn keine gesetzlichen Fachkräfte für Arbeitssicherheit bestellt werden, führt das bei Schadensfällen womöglich zu persönlicher Haftung. Mit ihrer Fachkenntnis unterstützten die gesetzlichen Fachkräfte die Unternehmen bei der Erfüllung relevanter Vorschriften, so auch bei der Planung und Umsetzung jener, die zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung beitragen.

Mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit wird gewährleistet, dass Arbeitsprozesse präventiv geplant und gestaltet werden. So können potenzielle Defizite oder Gefährdungen zur richtigen Zeit erkannt werden. Die Betreuungszeiten der Fachkraft für Arbeitssicherheit werden in den berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (DGUV Vorschrift 2) geregelt und sind abhängig von der Betriebsgröße und dem Gefährdungspotenzial. Die Fachkraft wird über die Berufsgenossenschaften ausgebildet und ist für das Unternehmen kostenfrei, mit Ausnahme der dafür verwendeten Arbeitszeit.

FAQ

Was gehört alles zum Arbeitsschutz?

Open

Was ist der Unterschied zwischen Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit?

Open

Was sind die Aufgaben des Arbeitsschutzausschusses (ASA)?

Open

Jetzt unverbindlich beraten lassen!

Unsere Experten stehen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung. Rufen Sie uns an unter 030 – 22957967 oder schreiben Sie uns.

Das können wir Ihnen außerdem bieten

Betriebsmittelprüfung

Betriebsmittelprüfung

Laut DGUV V3 müssen die elektrischen Geräte einer Arbeitsstätte gefahrlos genutzt werden können. Unsere Betriebsmittelprüfung hilft Ihnen, diese Auflage umszusetzen.

Arbeitsmedizin

Arbeitsmedizin

Unser kompetentes medizinisches Fachpersonal unterstützt Sie bei der fundierten arbeitsmedizinischen Betreuung Ihrer Mitarbeiter.

Brandschutz

Brandschutz

Betrieblicher Brandschutz ist ein wichtiger Teil der Arbeitssicherheit. Der Schutz vor Bränden im Unternehmen ist die gesetzliche Pflicht des Arbeitgebers. Wir unterstützen Sie dabei, die gesetzlichen Vorgaben rechtssicher zu erfüllen.