Grippeschutzimpfung 2021: Was können wir von der neuen Grippewelle erwarten? 

Grippeschutzimpfung 2021

Wenn es draußen kälter wird und die Tage kürzer werden, bedeutet das auch den Beginn der Grippesaison. Da wir durch die Corona-Pandemie unser Immunsystem geschont haben und die Grippewelle im Vorjahr eher mild ausgefallen ist, fehlt ihm das Training und somit sind wir auch anfälliger für Erkältungskrankheiten. Es gibt vermehrt Berichte, dass diese – nach subjektivem Gefühl – auch länger dauern. Was muss man in der kommenden Zeit beachten? Sollen Sie sich impfen? Wir klären auf. 

Belastung für das Gesundheitssystem 

Corona hat uns mit den zahlreichen Einschränkungen und auch vielen Krankheitsfällen hart getroffen. Umso erfreulicher war es, als wir im Sommer wieder ein Stück mehr Normalität leben konnten. Nun warnen aber Experten immer mehr vor einer starken Grippewelle, die uns bevorsteht. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sprach von einer möglichen großen Belastung für das Gesundheitssystem, weil wir nach wie vor mit der Corona-Pandemie zu kämpfen haben und dazu sich auch noch die Grippe verbreitet. Zwar sind in Deutschland mittlerweile vier von fünf Erwachsenen gegen Corona geimpft. Allerdings reiche diese gute Impfquote nicht, so Spahn, um einen sicheren Herbst und Winter zu gewährleisten. Sein Aufruf an die Bevölkerung: Lassen Sie sich gegen die Grippe impfen! 

Hygiene- und Abstandsregeln einhalten 

Die Grippe sollte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Eine Impfung schützt nicht nur einen selbst, sondern auch das Gesundheitssystem, das bei hohen Infektionszahlen (sei es Corona oder die Grippe) stark ausgelastet sein kann. Ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen müssen besonders geschützt werden. Die Hygiene- und Abstandsregeln können vorbeugend sein, aber nicht ganz vor einer Erkrankung schützen.  

Wirkt der Impfstoff? 

Unklar ist, wie gut der Grippeimpfstoff überhaupt wirken wird. Denn normalerweise wird dieser jedes Jahr an neue Virenstämme angepasst. Und zwar beobachtet man da während des Sommers in Europa, wie sich die Grippesituation in der Südhalbkugel entwickelt. Weil es dort aufgrund von Corona aber nicht zu vielen Fällen gekommen ist, kann man die Lage nicht wirklich gut einschätzen. Die stellvertretende Vorsitzende in der Ständigen Impfkommission (STIKO)  Prof. Sabine Wicker spricht von einer unklaren Situation. “Verlässliche Prognosen sind nicht möglich”, sagt sie. Das Problem: Influenzaviren verändern sich ständig. Allerdings bietet die Impfung trotzdem einen guten Schutz. “Generell liegt die Wirksamkeit der Grippeimpfung bei Erwachsenen bei rund 60 Prozent”. 

Teuer: Grippewelle könnte 30 Milliarden Euro kosten 

Dass eine Grippewelle auch großen wirtschaftlichen Schaden anrichten kann, zeigen Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Basierend auf den Daten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und Auswertungen der AOK, ist man zum Ergebnis gekommen, dass ein Verlust von 30 Milliarden Euro für die deutsche Wirtschaft entstehen könnte. Dieser könnte sogar noch höher ausfallen, wenn man die Fehltage in der Arbeit aufgrund der Erkrankung der eigenen Kinder oder pflegebedürftigen Angehörigen mitberechnet.  

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